Richtig sitzen: Bewegung statt starrer Haltung
Wer einen Großteil des Arbeitstages am Schreibtisch verbringt, sollte seinen Arbeitsplatz möglichst an die eigene Körpergröße anpassen. Die Füße stehen idealerweise vollständig auf dem Boden, während Ober- und Unterschenkel ungefähr einen rechten Winkel bilden. Die Schultern bleiben locker und die Unterarme können entspannt auf der Arbeitsfläche aufliegen.
Auch der Bildschirm spielt eine wichtige Rolle. Er sollte so positioniert sein, dass Sie geradeaus beziehungsweise leicht nach unten schauen können und den Kopf nicht dauerhaft nach vorne schieben müssen.
Trotzdem gilt: Die beste Sitzposition ist die nächste. Wechseln Sie regelmäßig zwischen verschiedenen Sitzhaltungen, lehnen Sie sich zwischendurch zurück und stehen Sie immer wieder auf.
Schon kleine Veränderungen können helfen: Telefonieren Sie beispielsweise im Stehen, gehen Sie für eine kurze Rückfrage zu Kolleginnen und Kollegen oder nutzen Sie kurze Bewegungspausen zwischen zwei Aufgaben.
Dynamisches Stehen
Ein höhenverstellbarer Schreibtisch bietet die Möglichkeit, Sitz- und Stehphasen miteinander abzuwechseln. Dauerhaftes Stehen ist allerdings nicht automatisch gesünder als langes Sitzen. Entscheidend ist auch hier der regelmäßige Wechsel.
Achten Sie beim Stehen darauf, das Gewicht nicht ständig auf ein Bein zu verlagern. Eine aufrechte, aber entspannte Haltung ist sinnvoller als eine angespannte Position.
Beginnen Sie mit kurzen Stehphasen und bauen Sie diese nach und nach in Ihren Tagesablauf ein. So wird der Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Bewegung zu einer natürlichen Routine.
Richtig heben und tragen
Ergonomie betrifft nicht nur den Büroarbeitsplatz. Auch beim Heben und Tragen von Kartons, Materialien oder Arbeitsmitteln kann eine ungünstige Technik den Rücken unnötig belasten.
Gehen Sie möglichst nah an die Last heran und achten Sie auf einen sicheren Stand. Statt sich mit rundem Rücken nach vorne zu beugen, können Sie Knie und Hüfte beugen und die Last körpernah anheben. Vermeiden Sie es außerdem, den Oberkörper beim Heben gleichzeitig stark zu drehen.
Bei schweren oder unhandlichen Gegenständen sollten vorhandene Hilfsmittel genutzt oder weitere Personen einbezogen werden. Nicht jede Last muss allein bewegt werden.
Kleine Bewegungspausen machen den Unterschied
Ergonomie endet nicht bei der Einstellung von Schreibtisch und Bürostuhl. Unser Körper ist für Bewegung gemacht – und genau diese fehlt im Arbeitsalltag häufig.
Kurze Aktivpausen können dabei helfen, einseitige Belastungen zu unterbrechen. Schulterkreisen, Mobilisationsübungen für die Wirbelsäule oder wenige Schritte durchs Büro lassen sich oft bereits in ein bis zwei Minuten umsetzen.
Auch regelmäßige Bewegung nach Feierabend ist sinnvoll. Doch eine Sporteinheit am Abend kann acht Stunden nahezu unbewegliches Sitzen nicht vollständig ausgleichen. Deshalb lohnt es sich, Bewegung immer wieder direkt in den Arbeitstag einzubauen.
Ergonomie im Unternehmen praktisch erlebbar machen
Gesunde Bewegungsgewohnheiten entstehen leichter, wenn Beschäftigte wissen, wie sie kleine Veränderungen direkt in ihren Alltag integrieren können. Praktische Impulse können dabei unterstützen, ergonomisches Verhalten und regelmäßige Bewegung nachhaltig in den Arbeitstag einzubauen.
Mit unseren Vorträgen und Workshops, sowie Coachings im Bereich Bewegung unterstützen wir Unternehmen mit konkreten Gesundheitsmaßnahmen für ihre Mitarbeitenden. Die Inhalte lassen sich praxisnah in den Arbeitsalltag integrieren und können sowohl vor Ort als auch digital umgesetzt werden.
So wird Ergonomie nicht zu einer einmaligen Anpassung des Arbeitsplatzes, sondern zu einem aktiven Bestandteil eines gesünderen Arbeitsalltags.

Workspace 2.0 – Ergonomie im Home-Office
Das Arbeiten im Home-Office bringt für viele Menschen neue Herausforderungen mit sich. Der Weg zur Arbeit entfällt, während die Zeit im Sitzen in unserer ohnehin stark technologisierten Welt weiter zunimmt. Häufig fehlen ergonomisch optimale Arbeitsbedingungen sowie das Wissen und die Ideen, wie diese Arbeitsweise gesund gestaltet werden kann. In diesem interaktiven Vortrag erfahren Sie, welche Belastungen die Wirbelsäule durch sitzende Tätigkeiten erfährt und wie Sie mögliche Fehlhaltungen und Rückenschmerzen durch präventive Maßnahmen reduzieren können. Alltagstaugliche Tipps und Empfehlungen unterstützen Sie dabei, Ihre Gesundheit aktiv zu fördern.

Ergonomie am Arbeitsplatz
Ein guter Arbeitsplatz beginnt mit einer gesunden Haltung – denn langes Sitzen und ungünstige Arbeitsbedingungen gehören zu den häufigsten Ursachen für Rückenbeschwerden im Berufsalltag. Wer versteht, welchen Belastungen die Wirbelsäule ausgesetzt ist und wie sich diese durch ergonomische Anpassungen und gesundheitsförderliches Verhalten reduzieren lassen, kann langfristig Beschwerden vorbeugen. Doch was steckt eigentlich hinter dem Begriff Ergonomie? Und was heißt „gesundheitsförderliches Verhalten“ am Arbeitsplatz? In diesem interaktiven Vortrag erfahren Sie, welchen Belastungen die Wirbelsäule bei einer sitzenden Tätigkeit ausgesetzt wird und wie Sie diese durch die richtigen Einstellungen Ihrer Arbeitsmittel langfristig reduzieren können. Unter Durchspielen und Aufzeigen von alltagstauglichen verhaltens- und verhältnispräventiven Tipps und Handlungsempfehlungen können mögliche Fehlhaltungen und Rückenschmerzen minimiert werden.

Ergonomieberatung (am Arbeitsplatz)
Die individuelle ergonomische Arbeitsplatzgestaltung spielt in der heutigen Arbeitswelt eine immer wichtigere Rolle, nicht zuletzt auch aufgrund des stetig zunehmenden Anteils reiner Bildschirmarbeitsplätze. Häufig fehlt die notwendige ausgleichende körperliche Anstrengung und Belastung. Umso wichtiger ist es, dass ein Arbeitsplatz am Bildschirm, an dem viele Stunden am Tag verbracht werden, ergonomisch auf die Arbeitskraft eingestellt ist. Dazu gehören Einstellungen an Monitor, Tisch und Stuhl sowie an den Lichtverhältnissen. Durch die Begutachtung und Analyse am Arbeitsplatz können sehr direkt eventuelle Risikofaktoren erkannt und verringert werden.
Fazit: Mehr Bewegung für einen ergonomischen Arbeitsalltag
Ergonomie bedeutet nicht, den ganzen Arbeitstag in einer vermeintlich perfekten Haltung zu verbringen. Entscheidend ist vielmehr der regelmäßige Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Bewegung. Schon kleine Anpassungen am Arbeitsplatz und kurze Bewegungspausen können dazu beitragen, einseitige Belastungen zu reduzieren und Beschwerden vorzubeugen.
Wer Bewegung bewusst in den Arbeitsalltag integriert und beim Sitzen, Stehen sowie Heben auf den eigenen Körper achtet, schafft gute Voraussetzungen für mehr Wohlbefinden im Beruf.









